Schritt 7: Eigene Schwächen annehmen und Veränderung zulassen
Wirkliche Veränderung beginnt oft da, wo du aufhörst, gegen alles in dir anzukämpfen.
m siebten Schritt geht es darum, die eigenen Schwächen ehrlich anzunehmen und offen dafür zu werden, dass Veränderung geschehen kann. Nachdem im sechsten Schritt die Bereitschaft gewachsen ist, alte Muster loszulassen, folgt jetzt ein noch ruhigerer und tieferer Schritt: nicht mehr alles in sich bekämpfen, verstecken oder überspielen zu müssen.
Viele Menschen mit einer Sucht haben lange versucht, ihre Schwächen zu verbergen. Sie wollten stark wirken, alles allein schaffen oder sich nicht eingestehen, dass sie an bestimmten Punkten immer wieder scheitern. Doch genau dieser innere Kampf kostet Kraft. Der siebte Schritt lädt dazu ein, sich nicht länger größer oder kleiner zu machen, als man ist, sondern ehrlich zu sehen: Ja, da sind Schwächen. Ja, da sind verletzliche Seiten. Und ja, genau dort braucht es Veränderung.
Dabei geht es nicht darum, sich selbst abzuwerten. Es geht auch nicht darum, sich auf Fehler festzulegen. Es geht um eine ehrliche, ruhige Haltung sich selbst gegenüber. Wer die eigenen Schwächen annehmen kann, muss sie nicht länger verdrängen. Und was nicht mehr verdrängt wird, kann sich auch verändern.
Dieser Schritt hat viel mit innerer Offenheit zu tun. Nicht alles aus eigener Kraft erzwingen zu wollen, sondern anzuerkennen, dass Entwicklung oft dort entsteht, wo man weicher, ehrlicher und aufnahmefähiger wird. Manche erleben das als Demut, andere einfach als einen realistischeren Blick auf sich selbst. Entscheidend ist: Man hört auf, gegen die Wahrheit anzukämpfen.
Schritt 7 bedeutet deshalb, nicht länger nur zu sagen: Ich weiß, was bei mir schiefläuft. Sondern auch: Ich bin bereit, dass sich daran wirklich etwas verändert. Nicht perfekt, nicht sofort, aber ehrlich und Schritt für Schritt.
Im Kern heißt Schritt 7: Ich nehme meine Schwächen an, ohne mich dafür aufzugeben. Ich lasse zu, dass Veränderung dort beginnt, wo ich aufhöre, mich zu verstecken oder mich selbst zu bekämpfen. Genau darin liegt oft eine stille, aber starke Form von Heilung.











